Ausbildungen

Basiskurs
60.00 €
Aufbaukurs
600.00 €
Die Schule ist umsatzsteuerbefreit.
Seminargebühren sind Endpreise.
Basiskurs:
6 Unterrichtsstunden
2 Termine / 1 x wöchentlich
jeweils freitags 18-20.30 Uhr

Aufbaukurs:
60 Unterrichtsstunden
6 Termine / 1 x monatlich
jeweils sonntags 9-18 Uhr
  • Langlotz, 
    Norbert
     - HP, Irisdiagnose, Phytotherapie
Basiskurs:
2018

PHYTOTHERAPIE
- Basiskurs -

Der Umgang mit Heilpflanzen ist so alt wie die Menschheit. Selbst gemeinsame Vorfahren von Menschen und Affen verwendeten bereits gezielt Heilpflanzen, um sich z.B. bei Darmerkrankungen zu helfen. Dies geschieht nicht instinktiv, sondern das Wissen wird direkt an die Nachkommen weitervermittelt. Ägypter, Griechen, Römer und Asiaten haben die Heilkraft der Pflanzen systematisch für ihre Gesundheit genutzt. Sie ist der Ursprung aller medizinischen Behandlungsmethoden.

In Europa ist die Kräutermedizin Grundlage für die allgemeine Phytotherapie. Diese erfreut sich heutzutage wieder großer Beliebtheit, denn viele chemische Pharmazeutika sind auf Dauer in ihrer Anwendung problematisch geworden. Besonders wertvoll ist die Behandlung bei akuten und chronischen Alltagsbeschwerden. Eine große Bedeutung wird der Phytotherapie als Prophylaxe, als vorbeugende Gesundheitspflege, zuerkannt.

Bis zur Entdeckung des Penicillins war die Kräutermedizin die einzige Therapieform. Mit dem Aufkommen von Antibiotika und chemischen Pharmazeutika (Chemotherapeutika) verlor die Kräutermedizin an Bedeutung. Gleichzeitig ging die Entwicklung hin zur Therapie mit Reinsubstanzen, d.h. zur Monosubstanztherapie. Beispiel: Morphin aus Mohnkapseln.
Neben den synthetischen Arzneimitteln stehen den Therapeuten heutzutage 3 Hauptpräparatformen aus Pflanzen zur Verfügung:

  • Die Rohdroge
  • daraus hergestellte Mono- bzw. Polyextraktpräparate
  • isolierte Reinstoffe (Monopräparate)

 

Alle 3 Präparatformen faßt man unter dem Begriffen Phytopharmaka oder Phytotherapeutika zusammen.

Nach Vogel (1986) werden Phytopharmaka definiert als: 

„Präparationen aus Pflanzen oder getrockneten Drogen pflanzl. Herkunft, die den Wirkstoff o. d. Wirkstoffe in mehr o. minder angereicherter Form enthalten und zusätzlich noch Begleitstoffe, mögen sie Wirksamkeit entfalten oder nicht."

Dieser Definition hat sich auch die Sachverständigenkommission beim Bundesgesundheitsamt (Arzneimittel Kommission E) angeschlossen. Danach gehören Reinstoffpräparate (Monopräparate) pflanzlichen Ursprungs zu den pflanzlichen Chemotherapeutika.

Die Phytotherapie gehört zu den sogenannten Naturheilverfahren - sie ein Teil der heutigen naturwissenschaftlich orientierten Medizin mit definierten Inhaltsstoffen.

 

Unterrichtsplan:

  • Geschichtliche Entwicklung der Phytotherapie
  • Inhaltsstoffe
  • Rezeptieren
  • Indikationen / Kontraindikationen

 



PHYTOTHERAPIE
- Aufbaukurs -

In dieser Fachausbildung verbindet sich das überlieferte Wissen über den Geist der Pflanzen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit. Im aufbaukurs erhalten Sie die notwendigen Grundlagen, um die Heilpflanzenkunde erfolgreich  in der Praxis anzuwenden. Sie erhalten einen kultur-geschichtlichen Überblick über die Wurzeln der Pflanzenheilkunde, Einblick in die Signaturenlehre, erfahren die Grundlagen der rationalen Phytotherapie, lernen Heilpflanzen und deren Anwendung kennen. Sie erlernen die Grundlagen des Rezeptierens sowie die verschiedenen Zubereitungsarten. Detaillierte Pflanzenporträts in Bezug auf Organsysteme sowie pharmakologische Inhaltsstoffe auf der einen sowie traditionelle Betrachtungsweisen in Form der Signaturenlehre auf der anderen Seite sind der rote Faden, der sich durch diese Ausbildung zieht

Unterrichtsplan:

  • Geschichte der Phytotherapie im europäischen Raum
  • Signaturenlehre
  • gesetzliche Grundlagen
  • Kommission E
  • ESCOP
  • Richtlinien für das Verschreiben von Heilpflanzen
  • Rezeptur-Nomenklatur und deren Abkürzungen
  • Inhaltliche Gliederung eines Rezepts
  • Rezeptregeln für medizinische Tees
  • Zubereitungsformen der Heilpflanzen
  • Galenika
  • pflanzliche Inhaltsstoffe
  • Behandlungen von Erkrankungen und Störungen
    des Herz- Kreislaufsystems, der Atemwege, von Magen und Darm,
    von Leber und Galle, von Nieren und Blase, des weiblichen Hormonsystems,
    der Schilddrüse, des Nervensystems und der Haut.